Asgerot Incelsior

Cross-Media-Künstler & Minimalist

3. September 2020

Lehre 23 - Lass dich nicht ablenken

Lehre 23 - Lass dich nicht ablenken

Lieber Bodo,

letztlich werden sich die Menschen nur an das erinnern, was wir geleistet haben; welche Ergebnisse wir abgeliefert haben.

Niemand wird sehen, was wir alles angefangen, aber nicht vollendet haben und schon gar nicht wird es jemanden interessieren, wieso wir »steckengeblieben« sind.

Das mag nun hart oder unfair klingen, aber so ist es schon immer gewesen und wir Menschen hätten uns sicher nicht so entwickeln können, wenn wir alle auf halber Strecke aufgehört hätten, etwas neues zu erschaffen.

Auch du wirst, wenn du diese Zeilen liest, nicht sehen, wieviel Zeit ich für diese gebraucht habe und wie leicht oder schwer es mir gefallen ist, meine Worte zu formulieren.

Du wirst nur das Ergebnis lesen und daran entscheiden, ob meine Worte dir einen Mehrwert zu bieten haben, oder eben auch nicht.

Wieso fällt es mir manchmal sehr leicht, etwas zu schreiben und es »fließt« nur so aus mir heraus, wie bei einem Wasserfall?

Oder wieso habe ich, wie jetzt zum Beispiel, das Gefühl, ich würde hier einen zähen Hefeteig versuchen, mit dem Nudelholz auszurollen?

Bei mir lautet die Antwort definitiv, dass ich mich unterschiedlich gut fokussieren kann, aber auch wenn es Momente in meinem Leben gibt, in denen ich mich nicht so auf meine aktuelle Aufgabe konzentrieren kann, habe ich mich dazu verpflichtet, diese dennoch zu bearbeiten und abzuschließen.

Es liegt immer an einem selbst, wie sehr man sich von seinen eigenen Gedanken oder auch von äußerlichen Faktoren ablenken lassen wird.

Aber wenn ich einen Blogeintrag schreibe, dann denke ich nicht darüber nach, was ich anschließend im Supermarkt einkaufen werde.

Wenn ich eine Programmierung mache, dann denke ich nicht darüber nach, was ich in meiner Mittagspause kochen werde.

Wenn ich sitze, dann sitze ich;
wenn ich stehe, dann stehe ich;
wenn ich gehe, dann gehe ich;
wenn ich esse, dann esse ich...

Dies ist eine alte buddhistische Weisheit, die es ganz gut auf den Punkt bringt, wie es am Besten gelingen kann, uns auf etwas zu fokussieren.

Seit einer Woche verwende ich bei meiner täglichen Arbeit als Programmierer die »Pomodoro-Technik« und bislang habe ich den Eindruck, dass sie mir deutlich besser hilft, meine Konzentration hoch zu halten, als alle anderen Techniken, die mit der Zeit entwickelt worden sind.

Aber wieso »versagen« wir so häufig und geben uns unseren Gedanken hin oder geben Anderen die Macht über unseren eigenen Fokus?

Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon wieder;
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon;
und wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.

Mit diesen Worten endet obige Weisheit und offenbart, was unser Hauptproblem in der heutigen Zeit ist.

Wir haben den ersten Schritt noch gar nicht abgeschlossen, da fangen wir schon mit dem zweiten oder gar dritten an.

Wie soll das dann funktionieren, ohne sich dabei auf die Nase zu legen?

Ich denke, wir sollten uns wieder mehr auf die eigentlichen Ergebnisse konzentrieren, denn erst, wenn ich eine Aufgabe abgeschlossen habe, kann ich überhaupt ein Ergebnis präsentieren.

Und anschließend beginne ich mit einer neuen Aufgabe, oder lege mich wieder ins Bett, so wie jetzt, und mache noch ein kleines Sudoku, bevor ich mich dann anziehe und zum Supermarkt fahre :-)

Liebe Grüße,
Ingo

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