Asgerot Incelsior

Cross-Media-Künstler & Minimalist

25. Juli 2020

Lehre 16 – Träume und lebe deinen Traum

Lehre 16 – Träume und lebe deinen Traum

Lieber Bodo,

als Kind habe ich mir fest vorgenommen, nie erwachsen zu werden und als es dann doch passiert ist, habe ich mir geschworen, niemals das Kind in mir sterben zu lassen.

Ich glaube, das letzte Mal, als ich bewusst darüber nachgedacht habe, welchen Beruf ich als Erwachsener mal ausüben wolle, liegt sehr viele Jahrzehnte zurück und ich wollte damals gerne Bestatter oder Totengräber werden.

Das Schöne an Kindern ist einfach deren unbegrenzte Neugierde und ich wollte vieles einfach ausprobieren.

Mit Blick auf die einkommensproduzierenden Aktivitäten ist ein solches Vorgehen allerdings eher hinderlich, als nützlich, da man sich der Möglichkeit beraubt, in den Experten-Status aufzusteigen.

Das Kind in mir wollte immer ein unverbindlicher Universalist bleiben, aber der Erwachsene hat sich verpflichtet, zum Spezialisten zu werden.

Auf diesem Weg befinde ich mich gerade und ich bin dir für diese Entscheidung sehr dankbar, denn erst durch deine Bücher und Videos ist mir bewusst geworden, dass ich diese Entscheidung bewusst treffen muss, wenn ich zu dem werden will, der ich sein kann.

Auch wenn ich nun beruflich auf die Softwareentwicklung festgelegt bin, und ich liebe diese Tätigkeit wirklich sehr, so hat das Kind in mir immer noch genug Möglichkeiten zum »Auszutoben«.

Im Bereich Finanzen habe ich das letzte Mal 1988 »gespielt« als ich am Börsenspiel der Sparkassen teilgenommen habe.

Seitdem bevorzuge ich eher die konservativen und vor allem langfristigen Investments, statt des spekulativen Day-Tradings.

In der Musik war mein Weg von Anfang an ziemlich strukturiert und ich habe mit der Blockflöte das vermutlich »klassischste« Erst-Instrument erlernt.

Danach wechselte ich zur Alt-Blockflöte, inklusive Musikunterricht und kleineren Auftritten.

Im Anschluss stand ich vor der Entscheidung, ob ich mit der Klarinette den Holzbläsern treu bleiben oder ob ich mit der Querflöte oder gar dem Saxofon zu den Blechbläsern wechseln würde.

Bodo, du wirst es bereits ahnen, aber es sollte ganz anders kommen: Ich infizierte mich mit einer Luftorgel von Bontempi 🙂

Meiner Liebe zu den Tasten bin ich bis heute treu geblieben, auch wenn sich die Instrumente zumindest im Gewicht immer weiter nach oben steigerten.

Kreativität ist wie Träumen, nur deutlich »fassbarer«, auch wenn sich beides gleich intensiv anfühlt.

Welchen Traum habe ich als Mensch, den ich bislang auf fahrlässigste Art und Weise ignoriert habe?

Ich wollte gerne Mann und Vater werden, der mit seiner Frau zusammen alt wird und seinen Enkelkindern von seinem Leben erzählen kann.

Die Realität sieht so aus, dass ich mehr Jahre als Single und Einzelgänger verbracht habe, als der liebende Partner, der ich immer sein wollte.

Träume darf man jederzeit ändern, wenn es eine bewusste Entscheidung ist, die aus voller Überzeugung getroffen wird.

Ich möchte mit der Partnerin, die mich glücklich macht, mit der ich mich gerne umgebe und die mir gut tut, gemeinsam durch das Leben gehen, bis uns der Tod trennt und es ist okay, wenn diese Liebe kinderlos bleibt.

Stellt sich mir gerade die Sinnfrage, während ich so aus dem Zugfenster blicke und die Natur an mir vorbei huscht.

Ich will der Mensch werden, der das Leben seiner Partnerin, Familie, Freunde, Bekannten und Kollegen bereichert, aber auch das Leben eines jeden einzelnen Lebewesens positiv beeinflusst.

Liebe Grüße,
Ingo

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