Asgerot Incelsior

Cross-Media-Künstler & Minimalist

15. September 2020

Nähe und Distanz - Die Auflösung meines Problems

Nähe und Distanz - Die Auflösung meines Problems

Heute war der letzte Coaching-Termin zu meinem Thema »Nähe und Distanz« und wir sind zu einem Lösungsansatz gekommen, den ich umsetzen kann und werde.

Nähe ist eine Störung

Natürlich ist mit Störung nicht gemeint, wenn dein:e Partner:in gerade das Bedürfnis hat, sich an dich zu kuscheln, es sei denn, du liest gerade in einem inspirierenden Buch, weil du wachsen möchtest :-)

Nein, bei mir ging es bei Nähe stets darum, wie ich mit Menschen umgehen soll, die im unpassendsten Moment zum Beispiel in mein Büro kommen, mit einem für sie wichtigen Anliegen, was aber zu diesem Zeitpunkt keinerlei Priorität für mich besitzt.

Also stellte mir mein Coach bereits beim letzten Termin folgende Frage, deren Antwort sie mir anschließend (aus purer Verzweiflung ob meiner »Dämlichkeit«) selbst in den Mund legen musste:

Wie beseitigt man am besten eine Störung?

Indem ich aktiv meinem Gegenüber mitteile, dass ich gerade mit etwas wichtigem beschäftigt bin, diese Aufgabe erst beenden und mich dann zu einem zugesagten Zeitpunkt bei dem anderen melden werde.

Klingt irgendwie total logisch und simpel, oder?

Aber ich selbst bin da selbst nach über 30 Minuten und endlosen Tipps nicht einmal ansatzweise drauf gekommen.

Es ist wichtig, dass ich dem anderen zeige, dass mir sein Anliegen nicht egal ist, aber dass ich mich momentan nicht in der Lage sehe, ihm mit der gebotenen Aufmerksamkeit helfen zu können.

Aber ich werde sein Anliegen wichtig machen und verpflichte mich daher, mir zu einem späteren Zeitpunkt die Zeit nur für ihn zu nehmen, um ihm bei der Lösung seines Anliegens zu helfen.

Distanz ist ein (Fern-)Problem

Deutlich spannender, vielseitiger und für mich logischer war unser heutiges Gespräch über die Distanz, auch wenn sich am Ende gezeigt hat, dass die Lösung für mich viel leichter umzusetzen ist, als ich vor einigen Wochen gedacht habe.

Genau für diese schnellen Fortschritte sind Coachings gedacht, auch wenn mir möglicherweise das Lesen von drei oder vier guten Büchern genau dasselbe Ergebnis geliefert hätten, denn natürlich liegt die Antwort für die Fragestellung immer bei einem selbst und nicht bei Coach oder Buchautor.

Wenn man die richtigen Fragen stellt, dann kommt man auch auf die richtigen Antworten.

Wie lautete also die Frage, die bei mir heute das Licht eingeschaltet hat?

Wenn deine aktive Kommunikation die empfundene Störung durch zuviel Nähe beseitigt, was löst dann das Problem, welches du in der Distanz siehst?

Autsch. Genau wegen dieser Frage war mein Coach jeden Cent wert, den mein Coaching gekostet hat.

Vermutlich wirst auch du jetzt keine zehn Sekunden überlegt haben, um die richtige Antwort zu geben:

Wenn der Andere aktiv kommuniziert, wieso er mich aktuell auf Abstand hält!

Im Grunde war das Coaching für mich an dieser Stelle beendet, aber natürlich hatte mein Coach noch eine zweite Frage:

Wie löst du das Problem der Distanz, wenn der Andere nicht aktiv kommunizieren will oder kann?

Natürlich so, wie ich auch zum Beispiel mit meinen Werten oder Tätigkeiten umgehe, für die ich mich bewusst entschieden und für die ich bewusst eine gewisse Reihenfolge festgelegt habe.

Werte und Tätigkeiten, die ich bewusst in den »Werkzeugkoffer« meines Lebens gelegt habe, werde ich aktiv verfolgen und mich bemühen, darin immer besser zu werden und zu wachsen.

Mit Werten und Tätigkeiten, die ich nicht aktiv verfolge, die aber immer mal wieder zufällig in mein Leben treten, setze ich mich dann auseinander und bemühe mich um eine gute Lösung und werde auch darin wachsen.

Genauso sollte ich es auch mit meinen zwischenmenschlichen Beziehungen halten.

Bei den primären Beziehungen werden beide Seiten automatisch aktiv miteinander kommunizieren, so dass die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz herrscht.

Bei den sekundären Beziehungen sind beide Seiten selbst dafür verantwortlich, ob sie mit dem anderen aktiv kommunizieren wollen, oder auch nicht.

Wenn der andere, auch bei Nachfrage, immer noch nicht aktiv kommunizieren kann oder will, wieso er gerade »mauert« dann weiß ich, dass er seine Gründe hat, die nicht unbedingt in meiner Person liegen werden und dass ich ihn ohne schlechtes Gewissen in die Gruppe der peripheren Beziehungen einsortieren kann.

Mein eigentliches Problem war es, die Selbstverantwortung an den anderen abgeben zu können, denn wir tragen grundsätzlich keine Verantwortung für andere Menschen, sofern sie nicht unserer persönlichen Hilfe oder Unterstützung bedürfen, wie zum Beispiel Kinder.

Liebe Grüße vom Ingo

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Deine Meinung zu diesem Thema ist mir wirklich wichtig. Daher möchte ich dich bitten, mir eine Email zu schreiben oder einen Kommentar bei Facebook zu hinterlassen. Vielen herzlichen Dank und ich wünsche dir alles erdenkliche Glück für dein Leben! Dein Ingo

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