Asgerot Incelsior

Minimalist, Investor & Cross-Media-Künstler

Autor / Die Lehren des Bodo S.

Lehre 22 - Gib anderen, was sie brauchen

Aktualisiert am 2. September 2020 | Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Lehre 22 - Gib anderen, was sie brauchen

Lieber Bodo,

du schreibst in deinem 18. Gesetz, dass »Liebe« die intelligenteste und energiesparendste  Möglichkeit sei, um zu leben.

Im Umgang mit anderen Menschen hast du mehrere Punkte zu diesem Begriff zusammengefasst, die ich hier einzeln besprechen möchte

Verständnis

Wenn ich mich in die Situation und die Bedürfnisse meines Gegenübers hineinversetze, dann erkenne ich oftmals, wie dieser Mensch wirklich ist. Ich fange an, zu verstehen, wieso er so »tickt« und kann seine Aktionen beziehungsweise Reaktionen besser nachvollziehen. Du weißt selbst, wie erfüllend dieses Gefühl ist, wenn man sein Gegenüber anblickt und dessen verständnisvolles Lächeln oder den verständnisvollen Blick sieht. Es ist mein Anspruch, meinen Gesprächspartnern dieses Gefühl geben zu können.

Toleranz

Sie baut auf dem Verständnis auf, welches man seinem Gegenüber stets entgegenbringen sollte. Natürlich gibt es manche Ansichten, die lassen mich nur mit dem Kopf schütteln und es fällt mir schwer, dies zu tolerieren. Aber das ist ganz natürlich, dass es einem mal leichter und mal schwerer fällt, die Ansichten und Gedanken des anderen anzuerkennen. Sie zu respektieren. Dabei hilft mir unter anderem mein eigenes Werte-Verständnis, die Dinge abzulehnen, die inakzeptabel sind. Sei es nun moralisch oder gesellschaftlich.

Positive Einschätzung des anderen

Ich habe es selbst am eigenen Körper erfahren können, wie erleichternd es ist, wenn man seinem Gegenüber grundsätzlich unvoreingenommen entgegentritt. Wenn man dem anderen nicht unterstellt, er würde nur seinen eigenen Interessen nachgehen. Wenn man nicht auf Konfrontation mit dem anderen aus ist, sondern im Gegenteil sich auf den anderen einlassen will. Das ist eine ganz wichtige Einstellung und ich habe schon vor vielen Jahrzehnten für mich entschieden, dass ich jedem Menschen gegenüber, praktisch kindlich naiv, positiv eingestellt bin und jedem Menschen seine eine Chance gebe, die er verdient. Und genau an diesem Punkt zeigt sich auch, wieso meine »Naivität« für mich funktioniert. Denn wenn mein Gegenüber diese für seine Zwecke und Ziele ausnutzt und mich zum Beispiel verletzt, dann reagiere ich zukünftig nicht mit mehr Misstrauen, sondern ich »entsorge« diesen Menschen einfach aus meinem Leben. 

Guter Willen

Mit gutem Willen erreichen wir stets mehr im Leben, weil es unser Gegenüber wahrnimmt und es so zu einem vertrauensvollen Miteinander kommt. Es geht gar nicht darum, für den anderen perfekt zu sein oder stark oder oder oder. Aber der Andere will spüren, dass man selbst sein Bestes gibt und versucht. Bemühen ist oft negativ behaftet, denke zum Beispiel nur an »er war stets bemüht«, aber in meinen Augen ist dieses Bemühen etwas absolut positives. Nein, vielleicht sogar etwas absolut notwendiges, wenn es um das Führen von zwischenmenschlichen Beziehungen geht. Denn letztlich ist jede Form von Zusammenarbeit eine Form von Beziehung.

Freundlichkeit

Ein verständnisvoller Blick, gepaart mit einem freundlichen Lächeln. Da ist der Tag doch gerettet und es geht einem sofort deutlich besser. Körpersprache ist ein sehr wichtiges Kommunikationsmittel und meine eigene Freundlichkeit wird mein Gegenüber sofort sehen oder spüren. Und zwar unabhängig davon, ob man lediglich telefoniert oder sich persönlich gegenüber steht. Ob die eigene Freundlichkeit aufrichtig ist oder nur geheuchelt, erkennt man sehr schnell daran, ob es einen anstrengt, freundlich zu sein, oder ob es einem leicht von der Hand geht. Überhaupt sollten wir öfter und vor allem regelmäßig auf unseren eigenen Körper hören.

Zuneigung

Ein sehr starkes Gefühl, welches man nicht nur der/dem Partner:in entgegenbringen sollte oder nahen Familienangehörigen, sondern auch den Menschen, mit denen man intensiv Zeit verbringt. Wenn ich jemanden wirklich mag, seien es meine Freundinnen/Freunde, dann fallen mir viele der vorgenannten Dinge ganz leicht. Dieses Gefühl steckt zwar in mir selbst, aber es setzt ungemein viel Energie frei. Energie aus mir selbst heraus, wie geil ist das denn? Jeder von uns hat seinen eigenen »Fusionsreaktor« und der heißt:

Wer andere Menschen lieben kann, der liebt sich automatisch mit.

Interesse

Ganz klar, wenn ich meinem Gegenüber ein aufrichtiges Interesse entgegenbringen kann, dann fällt es mir erstens sehr viel leichter, mich auf den anderen einzulassen. Aber zweitens wird es der andere auch spüren, dass dieses Interesse nicht nur vorgeheuchelt ist, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Leider sind in der heutigen Zeit viele Menschen so konditioniert, dass ihnen nicht die Interessen des anderen, sondern lediglich ihre eigenen Interessen wichtig sind. Es mag vielleicht für einige Zeit gut gehen und unbemerkt bleiben, aber irgendwann werden diese Menschen »entlarvt«, mit den entsprechend negativen Folgen.

Friedfertigkeit

Hass, Neid, Eifersucht, Konflikte oder Gewalt kennen wir alle und wissen, dass sie die energiefressenden Gegenteile von Harmonie und Frieden sind. Es ist eine Frage der inneren Einstellung, wie ich meinem Umfeld gegenübertreten will. Ob ich mir Energiefresser in meinen »Werkzeugkasten« lege, oder lieber Energiesparer beziehungsweise Energieproduzenten. Wenn ich meine innere Balance finde, dann wird dies auch auf mein Gegenüber ausstrahlen und eine sehr produktive Zusammenarbeit ermöglichen.

Natürlich fällt es mir nicht immer leicht, mehrere oder alle diese Aspekte zu beachten, aber auch das ist eine Frage der Übung und es wird mit jedem neuen Tag und jedem Kontakt mit anderen leichter.

Ich danke dir, dass du meinen Fokus auf diese Aspekte des Lebens gelenkt hast.

Liebe Grüße,
Ingo

Wie denkst du darüber?

Da mir deine Meinung zu diesem Thema wirklich wichtig ist, möchte ich dich bitten, mir entweder eine Email zu schreiben oder einen Kommentar bei Facebook zu hinterlassen. Vielen herzlichen Dank! Dein Ingo

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