Asgerot Incelsior

Minimalist, Investor & Cross-Media-Künstler

Autor / Die Lehren des Bodo S.

Lehre 12 – Tu es einfach

Aktualisiert am 21. Juli 2020 | Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Lehre 12 – Tu es einfach

Lieber Bodo,

wenn man, so wie du, viel liest, dann fallen einem die Beispiele für erfolgreiche Menschen, die sich ihren Traum verwirklicht haben, zwangsläufig über den Weg.

In deinem sechsten Gesetz erzählst du die Gründungsgeschichte der Firma Nike und ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch diese Situationen kennt, in denen man voller Enthusiasmus sich auf eine Sache stürzt und das nähere Umfeld einem mit Zweifel nur so überhäuft.

Nichts hätte sich in unserem Leben verändert, wenn wir darauf immer gehört und lieber nichts gemacht hätten.

Als Kinder haben wir gelernt, wie stark wir sein können, indem wir auf Bäume geklettert sind.

Wir haben gelernt, wie widerstandsfähig unser Körper ist, je mehr Sand und Dreck wir gegessen haben.

Auch haben wir gelernt, Verantwortung zu übernehmen, für unsere Verabredungen und Versprechen, die wir unseren Freunden gegenüber gemacht haben.

Irgendwie scheint es ganz selbstverständlich gewesen zu sein und wenn ich so auf meine Kindheit zurückblicke, dann hatte ich nicht den Eindruck, als wenn ich bewusst über mein Leben nachgedacht habe.

Ich habe es einfach gemacht, wenn mir jemand sagte, ich solle um drei auf dem Bolzplatz sein; egal, wie das Wetter auch sein würde.

Weil ich an den meisten Fächern Spaß hatte, habe ich auch nicht warten wollen, endlich Hausaufgaben zu machen.

Wenn ich es mir recht überlege, dann glaube ich, dass meine Generation einfach noch nicht gelernt hat, dass man es als Kind auch bequem haben kann.

Dass man den ganzen Tag vor dem Fernseher oder Laptop sitzen kann oder auf sein Smartphone starrt und sich fragt, wieso man dreimal täglich den Akku aufladen muss.

Natürlich gab es zu meiner Zeit noch nicht wirklich diese modernen Errungenschaften und wer schon einmal vor einem Röhrenfernseher gesessen hat, der weiß, wie »spannend« die drei damaligen Sender für uns Kinder waren.

Also zumindest habe ich immer sehr auf das »Colonia Duett« gefreut, aber ansonsten spielte der Fernseher keine große Rolle.

Natürlich gibt es auch heute noch Menschen, für die der Spruch »Ein Mann, ein Wort« noch Gültigkeit hat, aber ich persönlich bin mit dem Älterwerden auch reicher an Ausreden geworden, um viele Dinge nicht mehr tun zu wollen.

Wie oft verbiege ich mich oder heuchle Anderen etwas vor, um nicht zu zeigen, dass mir eine Situation überhaupt nicht gefällt?

Wie oft habe ich »keine Eier in der Hose«, um meinem Gegenüber ehrlich zu sagen, dass er mich in Ruhe lassen soll?

Es ist soviel leichter und bequemer, keine Entscheidung zu treffen und nicht zu Handeln.

Aber wenn ich zu der Person werden will, die ich sein kann und die für meine Mitmenschen das größte Geschenk wäre, welches ich ihnen machen kann, dann habe ich die Pflicht und das Bedürfnis, das zu tun, was mich zu dieser Person werden lässt.

Heute ist ein Tag, an dem ich gerade meinen zweiten Blogeintrag verfasse und später wird noch der dritte Beitrag kommen, da ich mir vorgenommen habe, jeden Tag mindestens drei Texte zu schreiben.

Unsere Handlungen müssen unseren Worten folgen, sonst vergeuden wir unser eigentliches Potenzial, welches in uns steckt!

Meine beste Freundin weist mich immer darauf hin, wie viele schöne Worte ich geäußert, wie viele einsichtige Worte ich gewählt und wie wenig ich davon in die Tat umgesetzt habe.

Sie ist ein wirklich guter Spiegel, der einem seine Unzulänglichkeiten vor Augen hält, um davon zu lernen und dabei ist sie selbst auch nur ein Mensch, der nicht perfekt ist und wir Freunde ihr ein ebenso guter Spiegel sein dürfen.

Schluss mit den Ausreden und dem Gehadere mit den widrigen Lebensumständen, ab sofort wird nur noch gehandelt, auch wenn mir dabei sicher ganz viele Fehler passieren werden.

Aber wir wachsen eben nicht durch unsere Erfolge, die unser Selbstvertrauen stärken werden, sondern durch unsere Misserfolge, aus denen wir lernen!

Du weißt, wie spannend diese Reise ins Unbekannte ist und wie geil es sich anfühlt, neue Erfahrungen zu sammeln und die Persönlichkeit wachsen zu sehen.

Ich stelle mir gerade vor, wie es sich anfühlt, den »Muskelkater« zu spüren, weil man seinen Tatendrang-Muskel trainiert hat.

Es gibt momentan einige Dinge, die ich vor mir herschiebe und die ich, ehrlich gesagt, auch manchmal einfach vergesse, weil ich meinen Kopf mit soviel unwichtigen Zeug vollpacke.

Ich bin dir dafür dankbar, dass du mein Augenmerk wieder darauf lenkst, dass ich eine Todo-Liste führen sollte, deren Punkte ich dann täglich abarbeite.

Just do it!

Liebe Grüße,
Ingo

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