Asgerot Incelsior

Minimalist, Investor & Cross-Media-Künstler

Autor / Die Lehren des Bodo S.

Lehre 11 – Werde zu einer Persönlichkeit

Aktualisiert am 20. Juli 2020 | Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten
Lehre 11 – Werde zu einer Persönlichkeit

Lieber Bodo,

dies ist eines meiner Lieblingsthemen und ich möchte dir gerne meine Antwort auf die Frage geben, wer davon profitieren wird, wenn ich ein erstrebenswertes Ziel erreicht habe.

Als erstrebenswertes Ziel lege ich fest, dass ich die Reichweite meines Blogs deutlich vergrößern will, damit jede:r Besucher:in von meinen Erlebnissen, Erfahrungen, Gedankengängen und Fehlern für sich etwas lernen kann.

Welche Schritte dazu im Einzelnen notwendig sind, um dieses Ziel zu erreichen, werde ich noch ausführlich beschreiben.

Ich finde den Vergleich der eigenen Persönlichkeit mit einem Glas oder einer Tasse immer wieder sehr anschaulich, denn es zeigt einem, wie unmöglich es erscheint, eine volle Flasche, Karaffe oder Kanne in ein solches Gefäß zu schütten.

Daher liegt es einzig und allein an uns, das Gefäß zu vergrößern, wenn wir den gesamten Inhalt darin aufnehmen wollen.

Das bedeutet aber auch, dass ich nicht alles auf einmal machen kann, sondern Stück für Stück bzw. Schritt für Schritt daran arbeiten muss.

Am letzten Wochenende ist mir das auf ziemlich eindrucksvolle Weise klar geworden, dass ich mir in den vergangenen Monaten viel zu viel aufgebürdet habe und zu viele »Baustellen« eröffnet habe.

Ein Hauskauf ist schon keine Kleinigkeit und den damit einhergehenden Aufwand für zum Beispiel Handwerker-Termine habe ich ganz offensichtlich unterschätzt.

Wegen Corona war ich seit meinem März Urlaub dazu gezwungen, im Homeoffice zu arbeiten, was ich so bislang noch nie gemacht hatte und mich auch in diese Situation erst einmal hineinarbeiten musste.

Dann waren mein Büro und Gästezimmer fertig, so dass ich anfangen konnte, die Möbel, die ich bis dahin in der Wohnung »zwischen geparkt« hatte, auf die beiden Räume zu verteilen und der Termin für den Trockenbau meines künftigen Tonstudios stand auch bereits.

Es sah also alles ganz gut aus und ich kam so langsam wieder in geregelte Bahnen, bis dann plötzlich meine Mutter an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben ist.

Seither bin ich ausgesprochen neben der Spur, auch wenn ich es in einigen Bereichen durchaus schaffe, mich auf meine Arbeiten zu konzentrieren.

Natürlich ist auch dieser Blog ein Vehikel, mit der ganzen aktuellen Situation klar zu kommen.

Ich fürchte, ich merke momentan noch überhaupt nicht, welcher enorme Druck auf mich lastet und so habe ich eine Entscheidung getroffen.

Der kommende Urlaub Ende Juli soll dazu dienen, mein Leben komplett und ohne Ausnahme »herunterzufahren«, das heißt, ich werde alle laufenden Projekte und Planungen beenden, ich werde auf (räumliche) Distanz zu meinen Freunden gehen und ich werde diese Woche dort oben mich nur mit mir und meinem Leben beschäftigen.

Ich werde Lesen, ich werde an diesem Blog schreiben und ich werde vermutlich sehr viel Papier verbrauchen, um eine Roadmap zu erstellen, wie ich ab dem August dann mein künftiges Leben strukturieren will.

Momentan »schwimme« ich ohne festes Ziel und treibe eigentlich nur unbewusst umher; als würde ich im Weltall schweben und auf meine Welt hinuntersehen, statt sie aktiv zu leben.

Du sagst immer, dass ich nicht die Umstände ändern kann, aber ich kann meine Antwort ändern, wie ich auf diese Umstände reagieren werde.

Ich werde ab August mein Leben dann in erster Linie auf das Haus, meine Finanzen und natürlich auf meinen Beruf konzentrieren.

Wenn ich dieses Fundament dann gelegt habe und wieder so konsequent wie vor Corona dabei vorgehe, kommt der nächste Schritt, meine Morgen-Routine mit Jogging und Sportübungen zu implementieren, um noch mehr Struktur in mein Leben zu bekommen.

Erst dann, wenn ich all die Dinge in meinem Leben installiert habe, auf die ich aktiv Einfluss nehmen kann, werde ich meine zwischenmenschlichen Beziehungen Stück für Stück wieder aufleben lassen.

Natürlich ist es schön, wenn man Freunde treffen kann, aber in den letzten Wochen sind gerne mal wichtige Dinge liegen geblieben, weil ich es vorgezogen habe, meine Freunde zu besuchen.

Freunde sind Bestandteile des Lebens, aber sie sind nicht der Mittelpunkt, um den herum man sein Leben aufbaut.

Ich sehe meine Freunde und die Qualitätszeit, die ich mit Ihnen verbringen kann, als die volle Flasche an, deren Inhalt aber noch nicht in mein aktuelles Glas passt.

Und es ist so einfach, in kleinen, aber steten Schritten, immer mehr dieser Qualitätszeit in sein Leben zu lassen.

Inzwischen darf ich mich glücklich schätzen, eine handvoll sehr guter Freunde zu haben, die mir unterschiedlich wichtig sind und genau nach dieser Wichtigkeit kann ich auch die Reihenfolge bestimmen, in der diese Menschen wieder ein Teil meines Lebens werden.

Auch wenn ich seit vielen Jahren, keine Figur mehr in der Hand gehalten habe, aber eines habe ich in den über dreißig Jahren gelernt, in denen ich Schach gespielt habe: Geduld!

Und genau diese Geduld ist in den vergangenen Jahren einer inneren Unruhe bzw. Untriebigkeit gewichen und das kann und werde ich künftig nicht mehr akzeptieren!

Ich will mich nicht mehr von meinen Emotionen lenken lassen oder meinen Mitmenschen durch meine »Dünnhäutigkeit« im Gedächtnis bleiben.

Nein, ich will ein geduldiger und aufmerksamer Mensch sein, der sich Zeit nimmt und für Andere zu einem »gefragten« Ratgeber wird.

Das bedeutet zwar sehr viel und harte Arbeit, aber ich bin dazu bereit, da ich die Belohnung kenne, die mich danach erwartet.

Du schreibst in deinem fünften Gesetz über die sechs Hindernisse, die mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung behindern können: Arroganz, Ignoranz, Eitelkeit, Angst, Selbstzweifel und Schuld.

Ich bin definitiv in meinem Leben schon auf jedes dieser Hindernisse gestoßen und sie werden auch in Zukunft immer wieder auftreten, aber ich habe von dir die Werkzeuge an die Hand bekommen, diese Hindernisse aus dem Weg räumen zu können.

Das macht Mut und ich freue mich darauf, in fünf Jahren zu sehen, wie sich meine Persönlichkeit gegenüber heute vergrößert haben wird und es wird bestimmt viel Spaß machen, in den alten Blogeinträgen diese Entwicklung nachlesen zu können 🙂

Gestern sagte mir eine Freundin am Telefon, dass sie richtig Lust und Motivation bekommen hat, etwas in ihrem Leben zu verbessern, seit sie mich kennt. Oder dass die Zeit mit mir einfach sehr lustig sei.

Ein großes Kompliment, wenn ich bedenke, wie ich mich selbst in diesen Tagen fühle und es gibt mir Kraft, dass ich offensichtlich auf dem richtigen Weg bin und durchaus einen Einfluss auf das Leben meiner Mitmenschen habe.

Wenn ich andere Menschen also zu Veränderungen motivieren kann, dann sollte es mir auch keine Schwierigkeiten machen, mein eigenes Leben und Wachstum zu regeln, oder?

Du legst großen Wert auf das Führen von Journalen für Dankbarkeit, Erfolge oder Erkenntnisse, da diese uns jeden Tag vor Augen führen, was wir an unserem Leben haben, was wir bereits erreicht haben und wie toll unser Leben geworden ist.

Sie halten uns vor Augen, wie unsere Entwicklung und unser Bewusstsein sich verändert haben.

Genau aus diesen Gründen werde ich auch damit beginnen, meine Journale ab August nicht nur auf Papier zu führen, sondern die Einträge auch in meinem Blog zu veröffentlichen.

Nicht, um zu zeigen, was für ein toller Mensch ich bin (das spüren meine Mitmenschen hoffentlich auch von alleine), sondern um Anderen zu zeigen, wie einfach solche Journale zu führen sind und dass ich keine Angst davor habe, mich Dritten so zu zeigen, wie ich tief in meinem Innersten bin.

Blogger führen nun einmal ein »öffentliches Tagebuch«

Liebe Grüße,
Ingo

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Da mir deine Meinung zu diesem Thema wirklich wichtig ist, möchte ich dich bitten, mir entweder eine Email zu schreiben oder einen Kommentar bei Facebook zu hinterlassen. Vielen herzlichen Dank! Dein Ingo

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