Asgerot Incelsior

Cross-Media-Künstler & Minimalist

20. September 2020

Rückblick - Dagebüll September 2020

Rückblick - Dagebüll September 2020

In diesem kurzen Beitrag möchte ich dir ein wenig von meinem Urlaub in Dagebüll und Umgebung erzählen und wie viel Neues ich daraus mitnehme.

12. September 2020

Die Anreise begann um Mitternacht und gegen sieben Uhr erreichte ich den Hafen von Nordstrand, um von dort eine Wattenmeer Kreuzfahrt an den Halligen und Inseln vorbei zu machen.

Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern war der Seegang entsprechend und ich muss wirklich sagen, dass ich es für einige Sekunden bereut hatte, dass ich abgelehnt hatte, vom Steward eine Tüte zu nehmen.

Mit reiner Willenskraft habe ich mein Frühstück aber bei mir behalten können und konnte mit ansehen, wie der Kapitän den Versuch, Sylt anzulaufen, abbrechen musste.

Kennst du die Szenen aus Miami Vice, wenn die Schnellboote so über die Wellen hüpfen?

Unser Boot war nur doppelt so lang, etwa zehnmal so schwer und es hüpfte genauso über die hohen Wellen.

Nun ja, ich war froh, bei strömenden Regen wieder an Land gehen zu können und bin mit dem Auto Richtung Niebüll, wo mich mein Chefsalat bei meiner Lieblingsfleischerei erwartete.

Abends noch die Ferienwohnung bezogen und einen kleinen Spaziergang durch Dagebüll unternommen.

13. September 2020

Am Sonntag ein Fahrrad ausgeliehen und damit nach Niebüll zum Essen gefahren.

Glücklicherweise habe ich selbst ja ein Hollandrad mit drei Gängen, so dass ich mich gar nicht lange umstellen musste auf das Mietfahrrad, auch wenn der Wind aus allen Richtungen einem schon ziemlich zugesetzt hat.

Die Strecke insgesamt liegt bei etwa 25 Kilometern und teilweise hatte ich den Eindruck, auf der Stelle zu stehen.

14. September 2020

Das Mittagessen hatte ich aus Niebüll geholt und anschließend ging es ein wenig raus durch die geniale Landschaft.

15. September 2020

Am Dienstag ging es auf eine fast 70 Kilometer Nordsee-Route, mit einem kurzen Einkauf in Niebüll, dem Besuch der Badestelle der Zukunft in Südwesthörn und einem Absacker im Cafe Deichtraum.

Abends stand dann aber auch nur noch die Dusche und mein Bett auf dem Programm.

16. September 2020

Der Mittwoch war ein Gammeltag, an dem es außer Spaziergängen und Fischbrötchen nichts, aber auch überhaupt nichts sportliches zu unternehmen gab.

Okay, ein wenig den sieben Kite-Surfern zugesehen, aber ansonsten hatte Sport an diesem Tage wirklich Hausverbot :-)

17. September 2020

Diesen Tag werde ich noch lange in Erinnerung behalten, da er mir einige neue Eindrücke verschaffte.

Ich hatte vor vielen Jahren schon einmal eine Fahrt mit der MS Rungholt mitgemacht, aber diesmal ging es zu den Halligen Gröde und Oland, die ich noch nie betreten hatte und die mir wirklich sehr gefallen haben.

Zwei kleine Dörfer, mit sehr schönen und idyllischen Dorfzentren, sowie einer Gaststätte mit Kartoffelsalat, Bockwurst und Pflaumenkuchen :-)

Auch die Hin- und Rückfahrt mit dem Fahrrad von und nach Schlüttsiel waren sehr entspannt, auch wenn ich mir letztlich einen höllischen Sonnenbrand auf dem ganzen Kopf geholt habe.

18. September 2020

An diesem Freitag ging es auf die etwas über 30 Kilometer lange Warften-Route und auch diesmal gab es die ein oder andere falsche Beschilderung und gesperrte Straße, aber wen stören schon solche Kleinigkeiten, wenn er bei herrlich sonnigem Wetter den Blick über das weite Land schweifen lässt?

Im Anschluss an die Tour erfolgte die Rückgabe des Fahrrades, ein Teller mit Zander und Bratkartoffeln erwartete mich und anschließend noch ein letzter gemütlicher Spaziergang.

Am Abend konnte ich es mir nicht verkneifen, das Trainingsspiel der Bayern anzusehen und stellte fest, dass vieles im Leben einfacher verläuft, wenn man ein klares Ziel vor Augen hat.

In den letzten zehn Minuten zeigten die Schalker mit ihrem Pressing zumindest, dass sie das klare Ziel haben, nicht zweistellig zu verlieren.

19. September 2020

Der Tag der Rückreise begann so entspannt wie jeder vorherige Tag, mit einem Frühstück, dann Duschen, Zähne putzen, das Geschirr und Besteck spülen und wegräumen, Klamotten einpacken und ins Auto bringen und dann ab nach Niebüll.

Das Leergut habe ich dann wieder einmal beim Edeka abgegeben und den Pfandbon über fast sechs Euro in die Spendenbox neben den Automaten eingeworfen.

Du siehst also, wie einfach es ist, andere Menschen zu unterstützen, ohne den Gürtel enger schnallen zu müssen, denn das Pfandgeld war ja bereits ausgegeben :-)

Auf dem Weg zurück zum Auto lag auf einmal ein Euro vor meinen Füßen, der nun seinen Platz in der Mittelkonsole gefunden hat.

Die nun folgenden fast zehn Stunden Autofahrt, drei Stunden allein verbrachte ich im schönen Bundesland Hamburg, machten mir deutlich, wieso ich seit vielen Jahrzehnten immer nachts mit dem Auto fahre.

Dumme Menschen, soweit das Auge reicht und die Erkenntnis, mit welchen schlichten Mitteln diese Kleingeister glücklich gemacht werden können, wenn man ihnen gestattet, über den Standstreifen zwei voraus fahrende Autos zu überholen. Respekt.

Naja, im nächsten Urlaub habe ich wieder meine gewohnte Ruhe und freue mich schon sehr darauf.

Liebe Grüße vom Ingo

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